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Wie ich das künstliche Koma erlebt habe

 

Oft werde ich gefragt ob und was ich während der Phase des künstlichen Komas erlebt und wahrgenommen habe. 

 

Dazu kann ich nicht sehr viel sagen. Für mich war das Koma wie ein langer Schlaf, bei dem ich mich nicht erinnere wann ich eingeschlafen bin. Keinerlei Träume, zumindest erinnere ich mich an keine. Es ist mehr wie ein fehlender Teil meines Lebens.

Allerdings wurde mir gesagt, dass ich auf bestimmte Personen reagiert hätte. Diese Reaktionen waren anhand der Vitalwerte deutlich zu erkennen. Eine sehr große Reaktion bemerkte man auch durch die Musik. Mein Bruder brachte mir dazu meine CDs mit und setzte mir bei seinen Besuchen Kopfhörer auf.

Manchmal meine ich mich auch an Stimmen zu erinnern. Nicht an den genauen Wortlaut, aber an eine Art flüstern. Ich glaube das könnte in den Momenten gewesen sein, in denen man mich kurz aufgeweckt hatte. Allerdings wurde ich sofort wieder betäubt weil meine Schmerzen zu groß waren.

Das ist auch schon alles was ich dazu sagen kann. Wie ich das Aufwachen erlebte habe ich bereits in meiner Unfallgeschichte niedergeschriben. Das war mit weitem Abstand das schlimmste das ich je erleben musste. An jede dieser Wahnvorstellungen kann ich micht nicht erinnern und an andere will ich es auch nicht. Ich sah z.B. sehr böse Tiere, Monster, Wissenschaftler die mich foltern wollten, verstümmelte Menschen, Personen, welche man an irgendwelchen Apparaten angeschlossen hatte usw. Dazu hielt ich mich in Wäldern, Laboren, Wüsten und an anderen Orten auf. Ich fürchtete mich vor allen möglichen Gegenständen. Eine CD, eine Vorhangstange, ein Nachttisch und weiteren Dingen. Bei manchen Sachen kann ich nicht sagen was genau mir solche Angst machte, aber ich empfand ihre Gegenwart als "böse". 

Auch wenn ich versuchen würde das alles zu beschreiben, würde ich mit Worten nicht erklären können was mir in diesen Momenten erschienen oder durch den Kopf gegangen ist. Außerdem will ich den Gedankenn daran vergraben und vergessen. Und mich auf dieser Seite weiter damit zu beschäftigen und es in mein Bewusstsein zurück zu holen, liegt mir fern.

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